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Songbeschreibung – „Ich bin Ich“

 

„Ich bin ich“ ist ein sehr persönlicher Song über Selbstannahme, Identität und den langen Weg, sich selbst nicht länger zu verlieren. Er erzählt von Zweifeln, vom Schweigen und vom inneren Druck, Erwartungen zu erfüllen, um zu genügen. Von Masken, die getragen wurden, um nicht aufzufallen, und von einer eigenen Stimme, die aus Angst lange zurückgehalten wurde.

Der Text blickt offen auf diese Vergangenheit zurück. Auf Momente, in denen man sich verbogen hat, um dazuzugehören. Auf Zeiten, in denen Anpassung sicherer schien als Ehrlichkeit. Doch zwischen Fallen und Wiederaufstehen entsteht langsam eine Erkenntnis: Sich selbst zu sehen ist wichtiger, als von anderen bestätigt zu werden. Nicht laut, nicht dramatisch – sondern still und klar.

Im Refrain wird diese Haltung unmissverständlich formuliert.
Nicht perfekt zu sein ist kein Fehler.
Echt zu sein reicht.
„Ich bin ich“ ist kein Aufbegehren und kein Trotz, sondern ein ruhiges Bekenntnis. Der Song braucht keinen Spiegel, kein Urteil von außen, keinen Vergleich. Der eigene Weg darf brüchig sein, darf sich verändern, darf Umwege haben – solange er wahrhaftig bleibt.

Die zweite Strophe geht tiefer und benennt auch die dunklen Seiten. Narben, Verletzungen und innere Kämpfe werden nicht versteckt oder beschönigt. Sie gehören dazu. Sie sind Teil der eigenen Geschichte und haben Raum geschaffen für Tiefe, für Empathie, für ein echtes Herz. Der Song macht deutlich, dass Sensibilität, Zweifel und Verletzlichkeit keine Schwächen sind, sondern Zeichen von gelebtem Leben.

In der Bridge fällt der letzte Druck ab. Niemand muss jemand anderes sein. Kein falscher Schein, kein Maßstab von außen. Wer den Menschen wirklich sieht, bleibt. Wer das nicht kann, war nie Teil dieses Weges. Diese Zeilen wirken ruhig, aber konsequent – sie setzen eine klare Grenze, ohne laut zu werden.

Der letzte Refrain verbindet Licht und Schatten. Fallen, Aufstehen und Weitergehen gehören zusammen. Der Weg ist nicht gerade, aber selbstbestimmt. Schritt für Schritt, ohne Eile, ohne Rechtfertigung. Am Ende bleibt keine große Antwort, sondern eine einfache Wahrheit: Man darf sein, wer man ist.

Das Cover greift diese innere Haltung visuell auf und verstärkt sie. Eine einzelne Person steht frontal im Bild, das Gesicht leicht zur Seite gedreht, der Blick nach unten gerichtet. Kein direkter Blick in die Kamera, keine Pose, keine Inszenierung. Die Haltung wirkt ruhig, nach innen gekehrt, reflektiert – nicht traurig, sondern ehrlich.

Das warme Licht der Landschaft im Hintergrund steht für Akzeptanz, Klarheit und innere Ruhe. Die Weite symbolisiert den eigenen Weg, der offen bleibt und nicht vorgegeben ist. Schatten und Licht existieren nebeneinander und bilden ein Gleichgewicht – genau wie im Song. Nichts wird versteckt, nichts wird überhöht. Das Bild wirkt zeitlos und unaufgeregt, frei von Symbolik-Zwang oder Dramatik.

Song und Cover erzählen gemeinsam dieselbe Geschichte:
Man muss nicht perfekt sein, um richtig zu sein.
Man muss sich nicht erklären, um echt zu sein.
Man muss sich nicht härter machen, um bestehen zu dürfen.

„Ich bin ich“ ist ein Lied für alle, die aufgehört haben, sich selbst zu verleugnen –
und begonnen haben, sich anzunehmen.

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